Die Angst überwinden…..

Gerade begegnet mir selber und auch meinen Kunden das Thema Angst sehr intensiv….. meine Entscheidung ist …..Ich stelle mich meiner Angst, sonst beherrscht sie mich.

Ich nehme meine Angst an der Hand und sage ihr: „Komm wir schaffen das gemeinsam.“

Bei meinem Stand-up-Paddel Unfall in Montenegro, bin ich in einem Riff mit meiner rechten Körperseite in Seeigel gefallen. Meine Hand musste operiert werden, in meinem Bein, Arm …überhaupt überall auf meiner rechten Körper Seite waren schwarze Seeigelstacheln die sich so richtig wohl fühlten in mir. Es hat ca. 1,5 Jahre gedauert bis ich sie wieder los war……und was soll ich sagen…..ich hatte mega Angst vor Seeigeln, auf dem Wasser und auf dem Board…….das kann ich auf keinen Fall so lassen….also rauf auf’s Board und rein ins Wasser…..hört sich leichter an als es ist……aber meine klare Entscheidung hat mich durch meine Angst getragen ……meine Kommunikation mit meinem „inneren Team“ mir geholfen und jetzt nach 2 Jahren bin ich durch…durch die Angst……manchmal zeigt sie sich noch in seichten Gewässern und fragt mich ……..Hast du auf die Seeigel geachtet? ….und dann sage ich ihr…..Danke, dass du auf mich aufpasst!

Hermann Hesse (aus Klein und Wagner)

Die Angst überwinden, das war die Seligkeit, das war die Erlösung.

Wie hatte er sein Leben lang Angst gelitten, und nun, wo der Tod ihn schon am Halse würgte, fühlte er nichts mehr davon, keine Angst, kein Grauen, nur Lächeln, nur Erlösung, nur Einverstandensein.

Er wusste nun plötzlich, was Angst ist, und dass sie nur von dem überwunden werden kann, der sie erkannt hat.

Man hat vor tausend Dingen Angst, vor Schmerzen, vor Richtern, vor dem Erwachen, vor dem Alleinsein, vor der Kälte, vor dem Wahnsinn, vor dem Tode – namentlich vor ihm, vor dem Tode.

Aber all das waren nur Masken und Verkleidungen.

In Wirklichkeit gab es nur eines, vor dem man Angst hatte:
das Sichfallenlassen, den Schritt in das Ungewisse hinaus, den kleinen Schritt hinweg über all die Versicherungen, die es gab.

Und wer sich einmal, ein einziges Mal hingegeben hatte, wer einmal das große Vertrauen geübt und sich dem Schicksal anvertraut hatte, der war befreit. Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen, er war in den Weltraum gefallen und schwang im Reigen der Gestirne mit.